BS-Holz

BS-Holz (Brettschichtholz) ist ein industriell gefertigtes Produkt für tragende Holzbauteile. BS-Holz besteht aus mindestens drei faserparallel miteinander verklebten, getrockneten Brettern oder Brettlamellen aus Nadelholz. Es ist infolge der Festigkeitssortierung des Ausgangsmaterials und der Homogenisierung durch schichtweisen Aufbau vergütet.

Neben einfachen, geraden Bauteilen sind Formen mit variabler Höhe und/oder einfacher Krümmung üblich. Auch doppelt gekrümmte und tordierte (verdrehte) Bauteile sind möglich.

In älteren Publikationen wird BS-Holz auch als Leimholz, Leimbalken oder Hetzerträger bezeichnet.

Herstellung von BS-Holz

Bretter mit Dicken bis zu 45 mm werden zunächst technisch auf eine Holzfeuchte von etwa 12% technisch getrocknet und danach vorgehobelt. Die getrockneten Bretter werden maschinell nach Festigkeit und optischen Kriterien sortiert.

Durch eine fingerförmige, alle Kräfte übertragende Klebeverbindung (Keilzinkung) werden die einzelnen Bretter in Längsrichtung zu im Prinzip beliebig langen „Endloslamellen“ verbunden und je nach späterer Trägerlänge abgelängt.

Die Lamellen werden gehobelt, beleimt und aufeinander geschichtet. Der so entstandene Brettschichtholzbauteil härtet dann unter Druck aus. Durch Trocknung, Homogenisierung und Festigkeitssortierung entsteht ein Produkt, das formstabil ist und im Vergleich zu Vollholz nur wenig Risse aufweist. Es kann bis zu 80% höher beansprucht werden als übliches Bauschnittholz. Da die Einzellamellen vor dem Verkleben leicht formbar sind, kann man mit relativ geringem Aufwand gekrümmte Bauteile herstellen.

Normen und Vorschriften für BS-Holz in Deutschland

Die europäische Produktnorm für Balkenschichtholz und Brettschichtholz EN 14080:2013 ist in der deutschen Fassung DIN EN 14080:2013 im September 2013 veröffentlicht worden. DIN EN 14080:2013 enthält Vorgaben für die Herstellung und Überwachung wie auch Festlegungen zu Festigkeitsklassen und anderen für die Konstruktion und Bemessung wesentlichen Eigenschaften.

EN 14080:2013 wurde am 08.08.2014 im offiziellen Amtsblatt der EU (OJEU) veröffentlicht. Die in Deutschland zu beachtende, zugehörige Anwendungsnorm DIN 20000-3:2015 wurde im Februar 2015 veröffentlicht und im Oktober 2015 in die Musterliste der technischen Baubestimmungen aufgenommen. Die Anwendungsnorm DIN 20000-3:2015 enthält Vorgaben für die in Deutschland anwendbaren technischen Klassen (z.B. die in Deutschland zulässigen Klebstoffklassen) und andere für die Bemessung nach DIN EN 1995-1-1 (Eurocode 5-1-1) notwendigen Angaben. Die Anwendungsnorm DIN 20000-3:2015 führt nicht zu einem ergänzenden Ü-Zeichen.

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